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Story of my life #45

Für die Zeit des Wechsels von Gemen nach Aachen ergibt sich für mich rückwirkend auf die Story of my life ein kleines Dilemma. Ich habe bisher versucht, eine Chronologie einzuhalten, was mir nicht ganz gelungen ist. So gehen die Ereignisse der letzten drei Geschichten eigentlich munter durcheinander und, was noch viel ärgerlicher ist, es fallen mir zwischendurch immer wieder neue Dinge ein, die auch hätten einen Platz finden müssen. Vielleicht erfolgt später mal eine Revision der Nummerierung oder ich arbeite mit Buchstaben kleine Miniexkurse ein.

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Story of my life #44

Eine Entscheidung zu fällen, die großen Einfluss auf das weitere Leben hat und das Ganze in einer Situation, in der man recht orientierungslos die Tage abreißt, fiel mir letztendlich nicht schwer und so gibt sie zumindest eine Richtung vor, in die man die unmittelbare Zukunft steuert. Bevor es soweit war, galt es aber noch ein paar Hürden zu nehmen. Zunächst musste ich mich mit den notwendigen Unterlagen versorgen. Die Einschreibungsunterlagen und die Studienbedingungen waren schnell per Post(!) geordert. Außerdem galt es, da ich zum Studium an der RWTH ein Baustellen-Praktikum benötigen würde, um die Voraussetzungen für das Bauing-Studium zu haben, eine Stelle zu finden. Und eine Bleibe für mich und meine paar Habseligkeiten musste ebenfalls noch organisiert werden. „Story of my life #44“ weiterlesen

Story of my life #43

Weiter geht’s…

Die Arbeit auf der Burg brachte es als Annehmlichkeit mit, dass ich als Zivi Zugriff auf den Burg eigenen VW-Bulli hatte. Dem T3 Transporter dunkelblau fehlte die mittlere Sitzbank, um hier zum Beispiel die Altpapiertonne einladen zu können, die dann am Wertstoffhof geleert werden konnte. Am Wochenende oder abends, wenn kein Betrieb auf der Burg war, durfte ich die Knatterkiste privat nutzen und machte von dieser Möglichkeit auch regelmäßig gebrauch, da sich ein Teil meines Lebensmittelpunktes von Borken-Gemen an den Gemenweg nach Münster verschoben hatte. Hier wohnte zum einen eine junge Dame, die wiederkehrend besucht werden wollte und zum anderen befand sich in der gleichen Straße eine WG, wo Freunde von mir wohnten. Zufälle gibt’s 😊!

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Story of my life #42

Die nächste, für meine Zukunft nicht unwichtige Geschichte beginnt eigentlich im zarten Alter von etwa 10 Jahren. Damals stand für mich kassengestellbebrilltem Jüngling der Wechsel auf die weiterführende Schule an und ich entschied mich, ohne über die Tragweite dieser Entscheidung genau im Bilde zu sein, für einen Wechsel auf die Realschule in Billerbeck. Mein Zeugnis in der 4. Klasse war beileibe nicht schlecht, aber als Überflieger, Genie oder Ass hätte man mich damals nicht bezeichnet. Ich durfte zwar aufs Gymnasium, aber ich folgte irgendeiner Stimme (wahrscheinlich der meiner Mutter), ganz nach dem Motto, besser ein guter unter den Mediokren zu sein, als eine schwache Funzel unter den Leuchten.

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Story of my life #41

Im Frühjahr 1996 wechselte die geistliche Leitung der Jugendburg und mit diesem Wechsel ging auch irgendwie ein Wandel einher, der das Leben auf der Burg weniger locker machte. Es ist nicht so, dass es auf einmal stocksteif oder trübsinnig zuging. Es waren einfach ziemlich große Fußstapfen, die da jemand ausfüllen wollte. Reichlich unbeholfene Ansprachen im Bezug auf Damenbesuche ließen uns mehr als einmal ungläubig staunen. Aber die Zivitruppe, die schon wieder etwas durchgewechselt hatte, machte das Beste daraus und zeigte dies auch auf dem Betriebsausflug nach Berlin.
Die Burg wurde für die Zeit geschlossen und die Belegschaft machte sich auf den Weg in die Hauptstatt. Wir wohnten am Wannsee und unternahmen Ausflüge nach Potsdamm. Ein Abend blieb dabei in sehr umnebelter, aber doch intensiver Erinnerung und könnte den Titel tragen: „Kommt der Bauer in die Stadt.“ Eine Truppe von sechs oder sieben Landeiern sind konfrontiert mit dem (Nacht-) Leben der Hauptstadt und lassen es gemessen an ihren Möglichkeiten ordentlich krachen. „Story of my life #41“ weiterlesen

Story of my life #40

Wie gesagt und betont, die Zeit an der Burg war ereignisreich, schwerelos und wegweisend. Es ereigneten sich so viele Anekdoten, die aber nix konkret mit Musik zu tun hatten und sich aus anderen Gründen im Pregen festsetzten, dass das hier nicht Thema sein soll oder darf. Diese Story wird als Stichwortliste versuchen für mich die chaotischen Ereignisse rund um den Dezember bis Juni 95/96 zusammenzufassen. „Story of my life #40“ weiterlesen

Story of my life #39

Einen großen Anteil daran, dass ich die Zivizeit in so guter Erinnerung behalten habe, hatten die Leute, die ich damals kennenlernen durfte, die im weitesten Sinne „zur Burg gehören“. Da wäre zunächst mal der Kaplan zu nennen, der als recht untypischer Pfaffe daherkommt. Wenn das Kirchenpersonal aus mehr Menschen wie ihm bestehen würde, bin ich davon überzeugt, dass sie weniger mit Mitgliederschwund zu kämpfen hätte. Weltoffen, fröhlich. gerne in Feierlaune, großzügig – wir pflegten den Kontakt noch bis lange nach der Zivizeit. Zu guter Letzt durfte er noch vor ein paar Jahren meine kirchliche Hochzeit begleiten. Dann war da natürlich der bunte Haufen der Mitzizis, von denen ¾ zu ordentlicher Feierei zu gebrauchen waren und last but not least das Team der Sozialarbeiter, aus deren Reihen sich enge Freunde rekrutieren sollten.

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Story of my life #38

Den wichtigsten Dienst habe ich mir aufgespart, um ihn als letzten zu beschreiben, denn, auch wenn Küchen-, Hausmeister-, und Gärtnerdienst alle durchaus in guter Erinnerung geblieben sind (ja, auch der Gärtnerdienst auf seine Weise), das, was die Zeit an der Burg am meisten ausgemacht hat, war die Abendzeit.
Ich wohnte ja auf der Burg und mit mir noch zwei weitere Zivis, die Haushälterin, der Kaplan und der Leiter der Einrichtung. Hinzu kamen die Gäste und, bei Bedarf, das Pädagogenteam. Die Tage waren alle programmatisch gefüllt für die Gäste und mit Arbeit für die Zivis. Die Abende waren dann für viele zur freien Verfügung. Je nach Gruppe versammelten die Gäste sich dann zu einem Schlummertrunk auf ihre Zimmer (nicht wirklich erlaubt) oder man fand sich im Partykeller der Burg ein, um diesen dort zu sich zu nehmen. „Story of my life #38“ weiterlesen

Story of my life #37

Der dritte der vier möglichen Dienste eines Zivis an der Jugendburg war das Facility Management, oder wie man langläufig sagt, Hausmeister. Ein TopJob, weil es im Schlepptau des vorerst wortkargen Hausmeisters zwar wiederkehrende Arbeiten gab (z. B. Papiermüll zur Kippe fahren) gab aber im Übrigen viel Abwechslung herrschte. Kleine Reparaturen machten wir mit im Eimer herbeigeschafften Utensilien in Eigenregie. Größere wurden beaufsichtigt und unterstützt. Der Hausmeister selbst war ein prima Typ, der in seiner Freizeit mit aus Polen importierten Kutschen rumfuhr und handelte; ein Pfennigfuchser vor dem Herrn, dem es immer lieber war, Arbeit selbst zu machen, als jemanden dafür kommen zu lassen. „Story of my life #37“ weiterlesen

Story of my life #36

Denjenigen, die die Jugendburg nicht kennen, möchte ich erst einmal kurz erklären, was da überhaupt los ist. Die mittelalterliche Burg wird vom Bistum Münster als Jugendbildungsstätte genutzt, so dass Schulen und Vereine hier Exerzitien oder „Tage religiöser Orientierung“ erleben können. Hierfür steht ein speziell geschultes (TZI) Pädagogenteam bereit, dass sich in erster Linie aus Studenten und Pädagogen aus dem Umfeld der Münsteraner Hochschulen rekrutiert. Mir haben diese Veranstaltungen immer gut gefallen, wenn wir sie als bischöfliches Gymnasium wiederkehrend dort abhielten. Zunächst verpflichtend im Klassenverband und in der Oberstufe dann freiwillig kehrte man hier in eines der Bettenhäuser ein und bezog mit Klassenkameraden, natürlich geschlechtergetrennt, Mehrbettzimmer. Die Tage wurden dann tagsüber genutzt, um sich unter Anleitung mit der Klassengemeinschaft oder sich selbst auseinanderzusetzen. Abends wurde dann gefeiert. „Story of my life #36“ weiterlesen